Prognos-Studie: Rückkehrpflicht für Limousinen belastet Umwelt mit jährlich 30.000 Tonnen CO2

  • Aufhebung würde Leerfahrtenanteil von Limousinen um mehr als 20 Prozent reduzieren und rund 170 Millionen Fahrkilometer pro Jahr einsparen
  • Ohne überflüssige Fahrten könnten CO2-Emissionen von rund 30.000 Tonnen verhindert werden
  • Prognos-Geschäftsführer Böllhoff: „Die Rückkehrpflicht für Limousinen gehört abgeschafft.“

Durch eine Aufhebung der Rückkehrpflicht für Limousinen könnte Deutschland pro Jahr 170 Million überflüssige Fahrzeugkilometer einsparen. Zu diesem Ergebnis kommt die Baseler Prognos AG in ihrer jüngsten Studie im Auftrag von Uber. Das ermittelte Einsparpotenzial entspricht der Fahrleistung eines Autos, das 4.000 Mal im Jahr vergeblich um die Erde fährt. Oder alternativ dem positiven Klimaeffekt von zusätzlichen 13,6 Millionen neu gepflanzten Bäumen. Ohne Rückkehrpflicht könnte Deutschland durch den geringeren Kraftstoffverbrauch die CO2-Emissionen um 30.000 Tonnen pro Jahr reduzieren.

“Die Rückkehrpflicht für Limousinen ist antiquiert und umweltschädlich. Deshalb gehört sie abgeschafft. Sie wurde vor über dreißig Jahren vom Gesetzgeber beschlossen und ist nicht mehr zeitgemäß”, kommentiert Prognos-Geschäftsführer Christian Böllhoff das Ergebnis der Studie.

Das deutsche Personenbeförderungsgesetz verpflichtet Fahrer von Mietwagen und Limousinen im Gegensatz zu Taxen seit 1983 dazu, nach jedem Beförderungsauftrag zum Betriebssitz zurückzukehren. Entsprechend dürfen Chauffeure nach Beendigung eines Beförderungsauftrages keine eingehenden Funkaufträge entgegennehmen oder einen neuen Kunden in der Nähe aufnehmen. Dadurch entstehen zusätzliche Leerfahrten, die es ohne die gesetzliche Rückkehrpflicht nicht gäbe. In den verschiedenen Marktsegmenten des Limousinenverkehrs liegt der Leerfahrtenanteil aufgrund der Rückkehrpflicht zwischen 50 und 70 Prozent.

Insgesamt legen die rund 36.000 in Deutschland zugelassenen Limousinen pro Jahr rund 1,8 Milliarden Fahrzeugkilometer zurück. Nach Berechnungen der Prognos AG könnte der Wegfall der Rückkehrpflicht den Anteil der Leerfahrten um 21 Prozent reduzieren, die Kilometerleistung ohne Kunden gar um 70 Prozent oder 170 Millionen Fahrkilometer. Der Beitrag zum Klimaschutz läge bei Einsparungen von 30.000 Tonnen CO2 pro Jahr, was dem Jahresverbrauch von 3.000 Personen in Deutschland entspricht.

Prognos-Geschäftsführer Böllhoff: “Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum Limousinen in Deutschland weiter der Rückkehrpflicht unterworfen sein sollen. Diese Regelung ist betriebswirtschaftlich und ökologisch schädlich.”

Info_Grafik_Rueckkehrpflicht

Hintergrund zur Studie: Grundlage der Berechnungen der Prognos AG war ein detaillierter Datensatz, der zeitliche und geografische Informationen zu Beförderungsaufträgen von April bis November in Deutschland 2014 beinhaltet. Zudem wurden Unternehmen mit drei und mehr Fahrzeugen verteilt über alle Marktsegmente des Limousinenmarkts in Deutschland befragt. Dieses Segment stellt einen Großteil der Unternehmen im hiesigen Mietwagen- und Limousinenmarkt dar. Im Zentrum der Befragung standen vor allem die jährliche Fahrleistung sowie der Einfluss der Rückkehrpflicht auf das tägliche Geschäft.

Der Taxen- und Mietwagenmarkt in Deutschland wächst kontinuierlich. Lag der Umsatz im Jahr 2008 noch bei 3,7 Milliarden Euro, waren es im Jahr 2012 bereits 4,1 Milliarden Euro. Dieses Wachstum resultiert vor allem aus dem Limousinenmarkt.

 

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