Ubernomics: Wie Ridesharing die deutsche Wirtschaft beeinflussen kann (Teil 2)

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Willkommen zum zweiten Teil unserer Studien-Insights (den ersten Teil findet ihr hier). Durchgeführt wurde diese von Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) und ehemaliger Vorstand der deutschen Monopolkommission sowie des DIW Econ, das Consulting Unternehmen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Aber zuerst eine kleine betriebswirtschaftliche Einleitung…

Der Vorteil für den Fahrgast (sprich: die Gesamteinsparungen) wird definiert als Differenzbetrag zwischen dem Preis, den ein Konsument bereit ist für eine Dienstleistung zu zahlen und dem tatsächlichen Preis der Dienstleistung. Bist du beispielsweise bereit, für eine Fahrt 10€ zu zahlen und der tatsächliche Preis beträgt 7 €, beträgt deine Einsparung 3 €.

Eine Grafik erläutert dies noch einmal näher:

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Günstigere Preise bedeuten mehr Fahrten für Fahrgäste und einen höheren Verdienst für Fahrer.

Betrachtet man den deutschen Markt, so haben wir zunächst die Preise für uberPOP mit den Kosten für Taxifahrten verglichen. In Frankfurt and München sind die Preise für uberPOP rund um die Hälfte günstiger als ein klassisches Taxi.

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Günstigere Raten sind sowohl für den Konsumenten als auch für den Fahrer vorteilhaft, denn sie stehen für eine bewiesene Preiselastizität im Ridesharing-Segment. In anderen Worten: Sobald die Preise fallen, nutzen Fahrgäste Ridesharing-Angebote wie bspw. uberPOP erheblich häufiger. Das bedeutet auch, dass die Fahrer in Summe mehr verdienen, da sie mehr Fahrten generieren – auch, wenn die Einnahmen für eine einzelne Fahrt sinkt.

Alleine in Berlin könnten Nutzer jährlich bis zu 48 Mio. Euro einsparen

Was bedeutet das also für die Nutzer von Ridesharing Plattformen in Deutschland? Haucap und sein Team fanden heraus, dass alleine in Berlin die Nutzer jährlich bis zu 48 Mio. Euro einsparen könnten, sofern Ridesharing Plattformen wie uberPOP in Deutschland zulässig werden. Die Grafik zeigt die konkreten jährlichen Einsparungspotentiale in den fünf deutschen Städten, in denen Uber aktuell auf dem Markt agiert.

Dabei nicht berücksichtigt ist das potentielle allgemeinen Wachstums des Mobilitätsmarktes, der durch eine größere Auswahl und niedrigere Preise ausgelöst wird.

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Um dieses Ziel zu erreichen, empfehlen wir, die deutschen Gesetze an die heutigen Standards und Bedürfnisse anzupassen.

Vorteile für den Nutzer lassen sich nur in einer Umgebung realisieren, die den digitalen Fortschritt vorantreibt – denn dieser ermöglicht es uns, klassische Offline-Geschäftsbereiche sicherer, erschwinglicher und transparenter zu gestalten. Aktuell hindern die deutschen Gesetze, die aus den 60er Jahren stammen und für eine Zeit aufgesetzt wurden, in der komplett analog agiert wurde, den Nutzer von einer Partizipation an einem offenen und fairen Markt, der mit signifikanten Einsparungen für jeden Einzelnen verbunden wäre.

Regularien wie das Gesetz der Rückkehrpflicht für Mietwagen, künstliche Begrenzungen der verfügbaren Taxi- und Mietwagenlizenzen und ein vorgeschriebenes Mindestkapital für Unternehmer, die in das Transportgewerbe einsteigen möchten, sind heutzutage nicht nur überflüssig, sondern verhindern auch fairen Wettbewerb und Wirtschaftswachstum.

„Die bestehende Regulierung des Taxi-Marktes behindert alternative Angebote und schadet damit Verbrauchern, Fahrern und der Gesellschaft.“ – Dr. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie und ehemaliger Vorsitzender der deutschen Monopolkommission.

In über 290 Städten in 55 Ländern rund um die Welt spielt Uber-Ridesharing eine Schlüsselrolle als eine von mehreren Möglichkeiten, sich in der Stadt fortzubewegen. Im Zusammenspiel mit Taxen, dem öffentlichen Personennahverkehr und Carsharing – Angebote, die sich hinsichtlich des Preises und der Verfügbarkeit unterscheiden –,  bietet es dem Fahrgast eine große Auswahmöglichkeiten, wie er sich von A nach B bewegen möchte.

Europa ist auf dem Weg innovative Mobilitätslösungen zu entwickeln, um sich den großen, urbanen Herausforderungen zu stellen, indem sie Bestimmungen für Ridesharing aufsetzen und anpassen, wie es weltweit bereits umgesetzt wurde. Die Stadt Brüssel hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Ridesharing eindeutig reguliert. Die finnische Regierung hat ein ganzheitliches, innovatives Verkehrskonzept initiiert, das sowohl öffentliche als auch private Beförderungsanbieter einbezieht. Es setzt sich  zum Ziel, ein verbraucherorientiertes Mobilitätsnetzwerk aufzusetzen, das grundlegenden Einfluss auf die Verkehrsüberlastung und die effiziente Auslastung von Ressourcen hat.

Wie unser CEO in seiner Rede auf der DLD in München bereits angekündigt hat, freuen wir uns, mit weiteren europäischen Städten partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, um die aktuell dringlichste Herausforderung in puncto urbane Mobilität durch Forschung und weitere Untersuchungen gemeinsam anzugehen.

Gerade in Anbetracht der vorliegenden Studienergebnisse freuen uns daher auf den weiteren konstruktiven Dialog mit Politikern, Behörden und Bürgern in Deutschland – darüber, wie Plattformen wie uberPOP zum ganzheitlichen Verkehrskonzept in Deutschland beitragen können.

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